noteboox.de ist SSL gesichert EHI geprüfter Online-Shop

Aufrüstung des Computers: Leitfaden zur Wahl der richtigen Komponenten 17.02.2015 16:55

Früher oder später wird einem der eigene Computer meist zu langsam, Anwendungen brauchen zu lange zum Starten und auf Eingaben reagiert das System nur noch verzögert. Man steht dann schnell vor der Frage ob man sich gleich ein anderes Gerät anschafft oder das aktuelle System aufrüstet. Wer sich für letzteren Weg entscheidet muss nun erstmal wissen, welche Komponenten überhaupt kompatibel sind und sich aufrüsten lassen. Versierte Anwender werden dies schnell selbst erledigen, für Anfänger und Einsteiger soll die folgende Anleitung aber eine Hilfestellung bieten, um Fehleinkäufe und den damit verbundenen Ärger zu vermeiden.

Die ersten Schritte

Je nach technischem Verständnis kann man natürlich das Computergehäuse öffnen und direkt hineinschauen um zu erfahren, welche Hardware verbaut ist und sich gegebenenfalls austauschen oder erweitern lässt. Wer sich dies nicht zutraut kann aber auch schon mit entsprechender Software an viele wichtige Informationen gelangen. Auch beim Notebook ist dies ein einfacherer Weg, da das auseinandernehmen zumeist einen hohen Mehraufwand bedeutet.

Software zum Auslesen der Systemhardware ist mittlerweile zahlreich vorhanden. Im Folgenden nutzen wir bspw. das kostenlose Speccy (nach Spezifikationen benannt) in der portable-Version. Dieses laden Sie einfach nur herunter, entpacken es gegebenenfalls an einen gewünschten Ort und starten danach die Speccy.exe bzw. Speccy64.exe. Eine Installation ist bei der portable-Variante nicht nötig.

Der erste Start

Haben Sie die exe-Datei gestartet, erhalten Sie direkt eine Übersicht über die vorhandenen Komponenten. Zusätzlich haben Sie auf der linken Seite die Möglichkeit zwischen den verschiedenen Kategorien umzuschalten, um weitere Details zu erhalten.

Speccy Übersicht

Die einzelnen Komponenten

Arbeitsspeicher (RAM)

Die erste Anlaufstelle, wenn es um Aufrüstungen geht ist in der Regel der Arbeitsspeicher. Dieser lässt sich leicht erweitern, erfordert keine Neuinstallation und ist in der Regel günstig zubekommen. Rufen sie also links im Menü den Punkt RAM auf.

Speccy Ram

Hier sehen Sie unter Memory Slots bereits wie viele Steckplätze für Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen, welche bisher genutzt werden und wie viele noch frei sind. Zudem ist der Arbeitsspeicher Typ direkt zu erkennen (unter Memory und Type). Unter SPD können Sie zudem genau herausfinden, welche Module aktuell verbaut sind. Sofern noch Steckplätze frei sind und der aktuell verbaute Arbeitsspeicher weniger als 4 GB beträgt, lohnt sich hier eine Erweiterung. Zur Verwendung von mehr als 4 GB sind allerdings 64-Bit Betriebssysteme erforderlich. Anhand des Typs können Sie also z.B. bei uns nach gebrauchten Arbeitsspeichermodulen suchen.

Wenn Sie planen mehr als 8 GB Arbeitsspeicher zu verwenden, sollten Sie vorsichtshalber kontrollieren, ob CPU und Mainboard die Speicherkapazität unterstützen. Rufen Sie also den Punkt Motherboard auf und schauen Sie am besten direkt beim Hersteller auf der Webseite bzw. im Datenblatt nach dem entsprechenden Punkt. Eventuell finden Sie dort auch eine Liste von Speichermodulen die in jedem Fall unterstützt wird. Danach können Sie den Punkt CPU aufrufen und auch mit dieser Modellnummer kurz beim Hersteller nachschauen.

Prozessor (CPU)

Möglicherweise lohnt sich auch der Einsatz einer gebrauchten CPU, um die Systemleistung zu verbessern. Anhand der aktuell verwendeten CPU sehen Sie direkt ob Sie eine Intel oder AMD CPU benötigen, da ein Herstellerwechsel, ohne Austausch des Mainboards, nicht möglich ist. Zudem erfahren Sie über die Daten des Mainboards, welcher Sockel vorhanden ist. Zusätzlich zum Sockel benötigen Sie nun nur noch den Chipsatz des Mainboards und Sie können feststellen welche CPU maximal im System betrieben werden kann.

Speccy CPU

Festplatte

Eine weitere sehr lohnende Erweiterung stellt die Festplatte dar. Sofern noch keine SSD vorhanden ist, bietet Sie den größten merkbaren Leistungsschub. Allerdings wird hier eine Neuinstallation des Betriebssystems und der vorhandenen Anwendungen nötig. Der Austausch ist relativ einfach und kann je nach Gehäuse sogar komplett ohne Schrauben durchgeführt werden. Achten Sie allerdings darauf, das SATA-Kabel und Einbaurahmen oftmals nicht der SSD beiliegen und zusätzlich gekauft werden müssen.

Grafikkarte

Nutzen Sie vor allem Anwendungen die auf die Grafikkarte setzen, kann sich natürlich auch hier ein Wechsel lohnen. Dazu benötigen Sie wieder die Daten des Mainboards, da durch dieses festgelegt ist, welche PCI-Express Steckplätze zur Verfügung stehen. Hierbei sollten Sie allerdings auch die Leistung des Netzteils beachten. Wenn bspw. bislang nur die Onboard-Grafikkarte des Mainboards verwendet wurde, kann eine separate Grafikkarte zu viel Leistung fordern. In diesem Fall brauchen Sie ein stärkeres Netzteil für den reibungslosen Betrieb.


Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.