Windows 10 – Datenschutz im Griff behalten

24.07.2018 16:02

Unter Windows 10 lassen sich verschiedene Einstellungen vornehmen, um die eigenen Daten besser zu schützen. Dazu sind keine weiteren Programme oder Tools nötig, da sich sämtliche Konfigurationen direkt vornehmen lassen. An einigen Stellen können Sie natürlich auch abwägen, ob Sie bspw. Microsoft mehr Daten zu kommen lassen, um im Gegenzug einen höheren Komfort zu genießen. Es lohnt sich in jedem Fall die verschiedenen Möglichkeiten einmal genauer anzusehen.

Datenschutz-Einstellungen

Auf den ersten Blick fällt der Punkt Datenschutz in der neuen Einstellungen-App von Windows 10 auf. Letztere erreichen Sie einfach über das Startmenü und einen Klick auf das Zahnrad-Symbol. Dort können Sie bereits viele Anpassungen vornehmen und z.B. den Zugriff auf Ihre Kamera, das Mikrofon und die aktuelle Position steuern. Wahlweise geben Sie den Zugriff nur für bestimmte, vertrauenswürde Anwendungen frei oder blockieren sämtliche Zugriffe ausnahmslos. Die darauffolgenden Punkte sind im Wesentlichen selbsterklärend. So haben Sie unter anderem die Möglichkeit zu bestimmen, welche Apps auf Ihre Kontakte zugreifen dürfen.

Unter Diagnose und Feedback steuern Sie hingegen die Datenerfassung von Microsoft auf Ihrem System. Beim Punkt Diagnose haben Sie die Wahl zwischen Einfach und Vollständig, wobei Sie hier bedenkenlos Einfach wählen können, da dies keinen Einfluss auf die Funktion des Systems hat. Des Weiteren können Sie die Erfassung Ihrer Freihand- und Eingabedaten durch Microsoft erlauben bzw. verweigern und zulassen das Ihnen personalisierte Inhalte angeboten werden.

Windows 10 Datenschutz Diagnose Einstellungen

Neu hinzugekommen ist die Anzeige der Diagnosedaten. Sofern Sie den entsprechenden Punkt aktivieren, können Sie sich mit Hilfe des Diagnosedaten-Viewer anschauen, welche Daten genau an Microsoft gesendet werden. Ebenfalls neu ist der Aktivitätsverlauf, der auf Wunsch in die Cloud übertragen wird und bspw. aufzeichnet, welche Apps Sie verwenden. Es wird damit möglich, Aktivitäten an einem anderen Gerät fortzusetzen. Wenn Sie dies nicht wünschen, entfernen Sie einfach die beiden Haken in den Checkboxen.

Konten

In der Kategorie Konten der Einstellungen-App bestehen weitere Optionen. An einem Windows 10 System können Sie sich mit einem lokalen Konto oder einem Microsoft-Konto anmelden. Je nach dem welche Variante Sie aktuell nutzen, können Sie unter Ihre Infos einfach „Stattdessen mit einem Microsoft-Konto anmelden“ bzw. „Stattdessen mit einem lokalen Konto anmelden“ auswählen.

Bei Nutzung eines Microsoft-Kontos lassen sich verschiedene Einstellungen zwischen allen verwendeten Geräten synchronisieren. Genauer stellen Sie dies einfach unter Einstellungen synchronisieren ein. Da auch Kennwörter synchronisiert werden können und damit von Microsoft über das Internet übertragen werden, ist hier besondere Aufmerksamkeit geboten.

Windows 10 Konten Einstellungen

Darüber hinaus ermöglicht Microsoft auch die Ortung eines Windows-Systems. Zur Konfiguration nutzen Sie den Punkt Mein Gerät suchen in der Kategorie Update und Sicherheit. Dafür ist allerdings ebenfalls ein Microsoft-Konto nötig und die Positionsdienste müssen natürlich aktiv sein. Zu Bedenken ist hierbei auch, dass die Ortung nur mit einer aktiven Internetverbindung funktioniert. Wird Ihr Notebook also gestohlen, sehen Sie in den allermeisten Fällen lediglich den letzten Aufenthaltsort, wo noch die Verbindung zu einem bekannten WLAN bestand.

Weitere Möglichkeiten

Neben den genannten Einstellungen gibt es natürlich noch viele weitere. Für die Sprachassistentin Cortana kann ebenfalls festgelegt werden, auf welche Daten diese zugreifen darf und ob Sie bspw.
den Browserverlauf nutzen kann, um angepasste Vorschläge zu bieten. Stellen Sie die
entsprechenden Punkte ab, ändern sich also die Möglichkeiten der Suche. Anpassen können Sie dies
unter der Kategorie Cortana im Menüpunkt Berechtigungen & Verlauf.

Die obigen Einstellungen können Sie unter Windows 10 einfach und schnell durchgehen, um den
Umfang der versendeten Daten besser zu steuern und den automatischen Abfluss an Microsoft
einzuschränken. Schließlich sind die jeweiligen Schalter standardmäßig eher zu Gunsten des
Herstellers ausgerichtet. An verschiedenen Stellen wird auch die Datenschutzbestimmung verlinkt,
welche sehr detailliert aufführt, was mit den erfassten Daten passiert. Dort lohnt sich also ebenfalls
ein Blick für interessierte Anwender.


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