Was ist: Intel Optane Speicher?

14.05.2019 10:49
Was ist: Intel Optane Speicher

Bei immer mehr aktuellen Geräten ist von Intel Optane die Rede. Doch was verbirgt sich hinter der Technik und bringt sie wirklich Vorteile für den einzelnen Nutzer? Im Folgenden gehen wir auf diese und weitere wichtige Fragen ein. So können Sie am Ende direkt entscheiden, ob sich die Investition in den Speicher für Sie lohnt und er zu einem wichtigen Merkmal beim nächsten Kauf wird.

Die Basis

Grundsätzlich handelt es sich bei Intel Optane um eine nichtflüchtige Speichertechnologie, die als Ersatz für den bisherigen NAND-Flash gedacht ist. Entwickelt wurde die Technik in einer Zusammenarbeit von Intel und Micron Technology. Vorgestellt wurde sie letztlich 2015 unter dem Namen 3D XPoint, wobei man sie „Crosspoint“ ausspricht. Letzteres liegt am Aufbau des Speichers, da er räumlich eine Gitterstruktur besitzt.

Im Vergleich mit bisherigen NAND-Flash-Speicher soll Intel Optane vor allem die Latenz verringern und auch bei geringeren Kapazitäten wie 16 GB eine hohe Leistung liefern. Hinzu kommt eine bessere Widerstandsfähigkeit, sodass sich mehr Lese- und Schreibvorgänge durchführen lassen. Insgesamt stehen also die Systembeschleunigung, das Reaktionsverhalten und die Stabilität des jeweiligen Endgeräts im Vordergrund.

In welchen Formaten ist Intel Optane Speicher erhältlich?

Zum Portfolio gehören einerseits SSDs, die wie bisher im 2,5 Zoll Format, als PCI-Express Karte oder M.2 Modul erhältlich sind. Zusätzlich gibt es die sogenannten Intel Optane DC Speicher, welche als DIMM Modul in den jeweiligen Slots der Hauptplatine gesteckt werden. Letztere richten sich allerdings insbesondere an Unternehmen, da sie für die Zusammenarbeit mit den professionellen Xeon Prozessoren vorgesehen sind.

Für Notebooks, PCs und ähnliche Endgeräte sind hingegen die Optane SSDs interessant. Sie können bspw. eine vorhandene Festplatte mit einem Optane Speicher M10 kombinieren, um einerseits die Kapazität einer HDD zu erhalten, gleichzeitig aber die Performance einer SSD. Das System analysiert dabei vollautomatisch, welche Inhalte häufig verwendet werden und somit im nichtflüchtigen Optane Speicher vorgehalten werden sollten.

Intel bietet allerdings bereits SSDs, die sich ebenfalls die Beschleunigung durch die Optane Technologie zunutze machen. Neben dem bereits bekannten QLC-3D-NAND Datenspeicher platziert Intel einen Optane Speicher mit geringer Kapazität, um die Leistung im Alltag nochmal zu verbessern.

Wie lässt sich Intel Optane zur Beschleunigung nutzen?

Wenn Sie auf möglichst hohe Datenraten angewiesen sind und die Möglichkeiten der Intel Optane Speichertechnologie verwenden wollen, gilt es einige Punkte zu beachten. In erster Linie muss das jeweilige System kompatibel zu Intel Optane sein. Prüfen Sie daher die Angaben des Herstellers zum Mainboard oder auch zum Komplett-System wie einem Notebook. Viele Geräte werden direkt mit entsprechenden Datenträgern verkauft, dort müssen Sie also nichts weiter tun.

Bei anderen Endgeräten kann aber auch eine Nachrüstung möglich sein. In solch einem Fall können Sie eine Intel Optane SSD einfach im entsprechenden Slot einsetzen oder die vorhandene SSD ersetzen. Hinsichtlich der Software ist zudem der Intel Rapid Storage-Technolgie (RST) Treiber erforderlich und als Betriebssystem wird ausschließlich Windows 10 unterstützt. Darüber hinaus muss das SATA-Laufwerk mit dem Betriebssystem GPT formatiert sein.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass Intel Optane durchaus für eine Beschleunigung sorgen kann. Sei es als Ergänzung zu einer herkömmlichen SSD oder in Kombination mit einer modernen M.2 SSD.

Besonders lohnend ist der Einsatz, wenn Sie auf ein Maximum an Datenrate und möglichst geringe Latenzen angewiesen sind. Für einfachere Aufgaben und herkömmliche Anwendungen können Sie aber auch bedenkenlos auf bisherige NAND-Flash SSDs setzen.

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