SSD Festplatten (Solid State Disk)

03.11.2013 20:45
Solid State Disk (SSD)

Eine Solid State Disk (kurz SSD) ist in immer mehr Endgeräten anzutreffen und wird ebenso gerne bei gebrauchten Notebooks und Desktop-PCs nachgerüstet. Der Hauptgrund dafür ist die hohe Geschwindigkeit, die vor allem im Vergleich mit bisherigen Festplatten (kurz HDD für Hard Disk Drive) auffällt. Welche Ursachen die Vorteile haben und wie Sie die passende SSD für Ihre Ansprüche auswählen, schildern wir imFolgenden.

SSDs im Vergleich mit herkömmlichen Festplatten

Im Gegensatz zu einer HDD, die ein magnetisches Speichermedium darstellt, arbeiten SSDs nicht mit einer rotierenden Magnetscheibe und einem Schreib-Lese-Kopf, sondern als Flash-Speicher ähnlich einem USB-Stick. Aufgrund der nicht vorhandenen beweglichen Bauteile sind sie im Gegensatz zu HDDs geräuschlos. Gleichermaßen sind SSDs deutlich robuster, da auch Bewegungen des jeweiligen Endgeräts im Betrieb keinen Einfluss auf die Funktion haben, was gerade bei Tablets und Notebooks vorteilhaft ist. Der größte Vorteil dieser Speichermedien ist jedoch die extrem schnelle Zugriffszeit auf die Daten. Dies ist auf die verwendete Speicherart zurückzuführen. Dabei können Daten direkt und unmittelbar über die Adresse eines Speicherblocks abgerufen oder darauf geschrieben werden. Eine Positionierung eines Schreib-Lese-Kopfes an dem Sektor der Magnetscheibe wie es bei HDDs erforderlich ist, entfällt also vollständig.

Typische Nutzungsweise einer SSD

Aufgrund der zuvor genannten Arbeitsweise, empfiehlt es sich SSDs dort einzusetzen, wo ein schneller Zugriff auf Daten erfolgen muss. Bei Endgeräten ist es daher lohnenswert das Betriebssystem auf einer SSD zu installieren, was zu einer kürzeren Bootzeit beim Starten des Computers führt und auch während der Nutzung spürbare Vorteile bietet. Eine ideale Lösung wäre, die vorhandene HDD nicht durch eine SSD zu ersetzen, sondern beide Speichermedien in Kombination arbeiten zu lassen. Dabei sollte man auf der SSD dann die Programme installieren, die einen schnellen Zugriff erfordern, wie das bereits erwähnte Betriebssystem und Programme, mit denen viel gearbeitet wird. Andere Daten die viel Speicherplatz einnehmen und einen weniger schnellen Zugriff erfordern sollten dagegen auf der HDD abgespeichert werden. Dazu zählen beispielsweise Musikdateien oder Filme.

Verschiedene Bauformen

Da SSDs den Markt praktisch im Sturm erobern, zeigen sich auch immer wieder neue Bauformen, bei denen man schnell den Überblick verlieren kann. Wichtig ist aber vor allem, immer zu prüfen, ob die jeweilige SSD überhaupt im gewünschten Zielsystem eingesetzt werden kann.

2,5 Zoll (6,4 cm)

Für die allermeisten Geräte eignet sich eine SSD im 2,5 Zoll Format. Optisch erinnern diese stark an die bisherigen Festplatten für Notebooks und können daher meist 1:1 ausgetauscht werden. Als Schnittstelle wird dabei fast ausschließlich SATA genutzt, da entsprechende Anschlüsse sehr weit verbreitet sind. Wenn Sie einen gebrauchten Desktop-PC mit einer solchen SSD ausstatten möchten, kann ein zusätzlicher Einbaurahmen erforderlich sein, um eine Montage im 3,5 Zoll Schacht vorzunehmen.

mSATA und m.2 SATA

Insbesondere bei aktuelleren Notebooks haben sich die mSATA bzw. m.2 SATA SSDs etabliert. Dabei handelt es sich um kleine Steckkarten, die in den dafür vorgesehenen Steckplatz der Hauptplatine eingesetzt werden. Vor dem Kauf sollten Sie daher unbedingt prüfen, ob ein solcher Slot zur Verfügung steht und zu welcher Spezifikation dieser kompatibel ist. Gegebenenfalls ist auch eine bestimmte Länge vorgegeben, die es einzuhalten gilt. Anfänglich wurden solche kompakten SSDs auch als kleinerer Cachespeicher vom Hersteller integriert, um die Performance so zu steigern.

m.2 NVMe

Eine weitere Besonderheit sind NVM Express (NVMe) SSDs, die meist im m.2 Steckplatz betrieben werden. Diese nutzen kein SATA mehr, sondern werden direkt per PCI-Express angebunden. Daher sollten sie auch nicht mit den m.2 SATA SSDs verwechselt werden. Es existieren zwar Computersysteme, deren m.2 Slot beide SSDs annimmt, dies ist aber keineswegs zwangsläufig der Fall. Beachten Sie daher unbedingt die Angaben des jeweiligen Herstellers, um die richtige SSD für Ihr Notebook oder Ihren Desktop-PC zu erhalten. Vorteilhaft ist bei diesen Modellen jedoch, dass meist eine noch höhere Geschwindigkeit möglich ist.

PCI-Express

Zuletzt gibt es auch noch SSDs in Form von Erweiterungskarten für den PCI-Express Steckplatz. Diese verfügen nicht nur über eine hohe Geschwindigkeit, sondern sind zum Teil auch mit höheren Speicherkapazitäten erhältlich. Speziell im Business-Segment wird solch eine SSD häufiger verwendet, um sie in einem Server oder einer Workstation zu betreiben, wo die maximalen Ansprüche hinsichtlich Performance und Funktionsumfang gelten.

Gebrauchte SSDs

Ein Nachteil bei SSDs ist momentan der Preis. Festplatten bieten nämlich im Vergleiche mehr Kapazität bei gleichbleibenden Kosten. Der Gebrauchtmarkt kann allerdings Abhilfe schaffen. Nutzen Sie bspw. eine gebrauchte SSD aus unserem Sortiment, um eine kostengünstige Aufrüstung Ihres PC-Systems durchzuführen. Bezüglich der Funktion müssen Sie sich keine Sorgen machen, da die Speichermedien langlebig und robust sind. Selbst gebraucht bieten sie somit eine hohe Qualität.

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