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SSD Aufrüstung beim Notebook 28.03.2015 15:52

Der Einsatz einer SSD (Solid State Drive) gehört mittlerweile zu den beliebtesten Aufrüstungen beim Computer und Notebook. Das liegt besonders an dem deutlich spürbaren Leistungszuwachs, der durch eine SSD zu erwarten ist. Aber auch der Arbeitsaufwand für die Umrüstung hält sich in Grenzen und kann in der Regel selbst durchgeführt werden. Ob beim älteren Heim-Computer oder beim in die Jahre gekommenen Notebook, insgesamt ist eine SSD Nachrüstung fast immer möglich und macht sich durchaus bezahlt.

Auswahl der passenden SSD

Bei den meisten SSDs handelt es sich um 2,5 Zoll Laufwerke. Dieses Format weisen auch die herkömmlichen Festplatten für Notebooks auf. Allerdings gibt es mittlerweile Unterschiede in der Bauhöhe. Es gibt bspw. Laptops die nur eine Bauhöhe von 7mm unterstützen. Sie sollten hier also unbedingt im Vorfeld darauf achten, ein passendes Modell auszuwählen. Vielen SSDs mit einer Bauhöhe von 7mm liegt auch ein kleiner Rahmen bei, der die Höhe auf 9,5mm erhöht. Das ist nicht immer erforderlich, kann aber durchaus sinnvoll sein. Bei der hier beispielhaft verwendeten Crucial MX100 liegt ein solcher Rahmen bei, der einfach an die SSD geklebt werden kann.

Crucial MX100

Heute erhältliche SSDs bieten bereits Speicherkapazitäten von 1TB, sind damit aber auch sehr kostspielig. Ausreichend sind hingegen meist schon 128 GB oder sogar weniger. Besitzen Sie ein Notebook mit zwei Festplatten, können auf der SSD das Betriebssystem und die Anwendungen installiert werden und die zweite Festplatte wird nur als Datenspeicher genutzt. Damit nutzen Sie den Hauptvorteil einer SSD bereits sehr gut aus. Bei Laptops mit einer Festplatte kann die SSD natürlich auch für Anwendungen und Daten genutzt werden. Sie sollten dann aber lieber ein Modell mit höherer Speicherkapazität wählen.

Die Aufrüstung

Festplattenlaufwerk lokalisieren

Haben Sie sich für eine SSD entschieden, können Sie mit dem Einsetzen beginnen. Drehen Sie das Notebook also um und legen Sie es auf eine ebene Oberfläche. Entfernen Sie den Akku und erden Sie sich vor den weiteren Schritten, damit keine Bauteile am Gerät durch statische Entladungen beschädigt werden. Die Serviceklappen sind meist mit kleinen Symbolen versehen, an denen man die dort verbaute Komponente erkennen kann. Sind keine Symbole vorhanden hilft nur ein Blick ins Handbuch oder das Entfernen jeder Klappe bis die Festplatte gefunden ist. Im Folgenden wird ein Lenovo T420s verwendet, bei dem die Festplatte in einem Schacht liegt, der von der Seite zugänglich ist. Bei anderen Notebooks kann sich die Festplatte auch vollständig unter einer Serviceklappe befinden.

Festplattenschacht

Alte Festplatte entnehmen

Sofern Sie die SSD nicht in einem noch freien Festplattenschacht einsetzen, müssen Sie nun erst einmal die alte Festplatte entnehmen. Nachdem die Serviceklappe entfernt wurde, müssen manchmal noch ein oder zwei Schrauben entfernt werden, damit die Festplatte bewegt werden kann. Bei dem hier verwendeten ThinkPad ist das nicht der Fall. Sehen Sie eine Zuglasche, wie auf dem Bild zu sehen, kann diese dazu verwendet werden die Festplatte aus dem Notebook zu ziehen.

Festplattenschacht offenEntnahme der Festplatte

SSD einsetzen

Zunächst muss der Einbaurahmen, der sich an der alten Festplatte befindet, komplett von dieser entfernt und an die neue SSD angebracht werden. Eventuell ist es hier erforderlich die Bauhöhe der SSD auf 9,5mm zu erhöhen um einen sicheren Halt zu gewährleisten. Danach können Sie den Datenträger einsetzten und in das Notebook schieben. Gehen Sie am besten die Schritte zum Entfernen der alten Festplatte rückwärts durch. Danach wird die Serviceklappe wieder montiert und die Aufrüstung ist abgeschlossen.

Festplatte mit Rahmen

In diesem Fall müssen bspw. die seitlichen Gummischienen abgenommen werden. Danach werden auf beiden Seiten zwei Schrauben entfernt, um die Festplatte vom Rahmen zu trennen. Anschließend wird die SSD in den Rahmen gesetzt, mit den Schrauben befestigt und die Gummischienen werden wieder seitlich angebracht. Zum Schluss wird die SSD in das ThinkPad geschoben und die Abdeckung wird wieder befestigt.

Seitenansicht Festplatte     SSD mit Einbaurahmen

Betriebssysteminstallation

Als letztes folgt die Installation des Betriebssystems und der weiteren Anwendungen. Wird als Betriebssystem Windows 7 oder eine neuere Version genutzt, erkennt dieses bei der Installation automatisch, das es auf einer SSD installiert wird und nimmt automatisch passende Einstellungen vor. Man kann im Nachhinein zwar noch weitere Einstellungen anpassen, muss dies aber nicht zwingend. Eine Alternative wäre zudem vom zuvor genutzten System ein Backup zu erstellen, welches dann auf die SSD zurückgespielt wird. Für welchen Weg Sie sich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Wir empfehlen allerdings eine saubere Neuinstallation, da man so auch Altlasten los wird, also Programme die man vielleicht gar nicht mehr nutzt.


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