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Festplatten: Zustand überprüfen und testen 24.03.2015 10:24

In jedem Notebook oder Computer befindet sich ein Datenträger für die permanente Speicherung von Daten. Dieser wird bei jeder Nutzung beansprucht und kann daher, wie jede andere Komponente, früher oder später einen Defekt aufweisen. Die Auswirkungen eines Defekts können dabei sehr unterschiedlich ausfallen. Bei einigen System treten Bluescreens auf, bei anderen erhöhen sich einfach die Ladezeiten enorm. Wir zeigen Ihnen wie Sie den Zustand Ihrer Festplatte überprüfen und möglichen Fehlern auf die Spur kommen.

Vorbereitungen

Wenn Sie einen Defekt an der Festplatte vermuten, sollten Sie in jedem Fall ein Backup Ihrer Daten durchführen. Insbesondere bei den immer mehr genutzten SSD-Festplatten kann eine Datenrettung sehr aufwendig und kostspielig werden. Zur Datensicherung können Sie verschiedenste Programme nutzen, die Wahl steht Ihnen hier frei. Schnell und einfach lässt sich eine Sicherung aber auch mit Windows Boardmitteln lösen. Unter Windows 7 öffnen Sie hierzu die Systemsteuerung, rufen den Punkt Sichern und Wiederherstellen auf und wählen Sicherung einrichten. Folgen Sie anschließend den angezeigten Hinweisen auf dem Bildschirm. Sobald das Backup vollständig durchgeführt wurde können Sie mit dem Festplattentest fortfahren.

Windows 7 Sicherung einrichten

Datenträger überprüfen

SMART-Daten auslesen

Eine erste und einfache Möglichkeit den generellen Zustand einer Festplatte einzuschätzen, ist das Auslesen der SMART-Werte. Das gelingt bspw. mit dem kostenlosen Tool CrystalDiskInfo, welches die Daten sehr übersichtlich aufbereitet.

CrystalDiskInfo Übersicht

Bereits nach dem Start zeigt es den Gesamtzustand einer Festplatte an und bewertet diesen mit Gut, Vorsicht oder Schlecht. In den letzten beiden Fällen sollten Sie in jedem Fall eine Datensicherung durchführen, falls noch nicht erfolgt und einen Festplattenaustausch einplanen. Zusätzlich werden weitere Parameter, wie Betriebsstunden und die Seriennummer angegeben. Letztere lässt sich z.B. zur Überprüfung der Garantie beim Hersteller verwenden.

Erweiterte Überprüfung

Wird der Zustand Ihrer Festplatte mit Gut bewertet und Sie haben dennoch das Gefühl das etwas nicht stimmt, können längere Schreib- und Lesetests helfen Sicherheit zu schaffen. Dafür eignet sich bspw. das Programm Data LifeGuard Diagnostics von Western Digital, welches recht übersichtlich aufgebaut ist und einen Kurz-, sowie Langzeittest bereitstellt. Als kleines Extra lassen sich hiermit Festplatten auch komplett mit Nullen überschreiben, um Daten zu löschen. Alternativ lassen sich auch die SeaTools für diese Testläufe nutzen. Beide Programme unterstützen dabei auch Festplatten anderer Hersteller und sind nicht an die jeweils eigene Marke gebunden.

Western Digital Lifeguard Diagnostics

Western Digital Lifeguard Diagnostics Testübersicht

Hinweis

Hat Ihre Festplatte alle Tests bestanden und sind auch die SMART Werte alle positiv, können Sie diese als Fehlerursache ausschließen. Generell empfiehlt es sich aber, immer mal wieder zumindest die SMART-Werte zu kontrollieren. Einzelne Probleme müssen sich nämlich nicht zwangsweise im laufenden Betrieb zeigen, deuten aber auf einen möglichen Ausfall hin. Eine gebrauchte Festplatte die schon lange im Einsatz ist, kann auf diesem Weg kurz kontrolliert werden, um nicht vom Ausfall überrascht zu werden.

 


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