noteboox.de ist SSL gesichert EHI geprüfter Online-Shop

Annäherung an die künstliche Intelligenz 03.11.2013 20:59

Wenn also ein Lebewesen durch die von ihm selbst definierte Art von Intelligenz definiert wird -wobei hier zu sagen bleibt, dass Intelligenz an und für sich kaum definiert werden kann- was macht dann ein Lebewesen anhand der reinen Definition der Intelligenz zu einem Menschen? Wenn also Intelligenz auf ein künstliches Gebilde übertragen wird, auf ein Konstrukt aus Nullen und Einsen und dieses dann so programmiert wird, dass es in seiner Wahl der Antworten aus einem Antwortenkatalog kaum mehr zu unterscheiden ist von einem menschlichen Individuum, kann man dann jener künstlichen Intelligenz Attribute eines Lebewesens attestieren?

Angenommen Sie befinden sich in einem Raum ohne Sichtkontakt in einen anderen Raum. In diesem wiederum befindet sich eine Maschine und ein Mensch. Sie versuchen nun mittels einer Eingabetastatur Fragen in den Raum mit der Maschine und dem Menschen zu stellen und beide wiederum versuchen Sie als Fragesteller davon zu überzeugen, dass es sich bei ihnen um menschliche Wesen handelt. Können Sie als Fragesteller am Ende des Fragekataloges nicht mit eindeutiger Sicherheit sagen, welcher der beiden Fragenbeantworter der Mensch und welcher die Maschine darstellt, dann hat die Maschine diesen Test bestanden uns Sie von ihrer Intelligenz überzeugt, was aber bisher noch keiner Maschine gelang. Dieser Test wurde so oder so ähnlich durchgeführt und ist unter dem Namen Turing-Test bekannt. Der 1986 erschienene und später als Blade Runner verfilmte dystopische Roman Do Androids dream of Electric Sheep? (Träumen Androiden von elektrischen Schafen?) führte diesen Ansatz weiter und versuchte durch ein im Buch bzw. im Film Voigt-Kampff-Maschine genanntes Gerät das Empathievermögen des Gegenübers darzulegen und somit den Unterschied zwischen Mensch und Maschine ausfindig zu machen.

Natürlich gibt es zum oben aufgeführten Turing-Test auch genügend Kritik und aus logischer und rationaler Sicht gesehen trennt der gesunde Verstand klar zwischen Mensch und Maschine und doch steckt hierin eben auch die Frage was einen Menschen zum Menschen macht und genau diese zeichnet für die Anziehungskraft dieses Themas verantwortlich dachten doch schon frühere Philosophen in diese Richtung und sahen gar den Menschen als Maschine.

Die künstliche Intelligenz per Definitionem ist also der Versuch eine menschenähnliche künstliche Intelligenz zu erzeugen und muss von der in Computerspielen verwendeten Intelligenz unterschieden werden, auch wenn dort ebenso von künstlicher Intelligenz gesprochen wird, handelt es sich bei der in Computerspielen verwendeten Art dieser doch um meist einfache bis komplexe Algorithmen, die ein intelligentes Verhalten lediglich simulieren und kein eigenständiges darstellen. Mittlerweile sind die Programmierer der Computerspiele jedoch in Programmierbereiche vorgestoßen, die den Spieler immer wieder in Staunen versetzt. Riesige Spielwelten mit scheinbar eigenständig agierenden Charakteren. Das Gefühl der völligen Handlungsfreiheit in liebevoller detaillierter Umgebung. Heutige Computerspiele zielen immer mehr darauf ab, den Spieler in nahezu filmähnliche Welten eintauchen zu lassen und zugleich das Gefühl zu vermitteln Teil dieser zu sein.


Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.